29 – Simson

Zu Favoriten hinzufügen

Was ist wichtiger: Begabung oder Charakter?

Richter 16,23-30

23 Nach einiger Zeit kamen die Fürsten der Philister zusammen, um ein großes Opfer- und Freudenfest zu Ehren ihres Gottes Dagon zu feiern. Sie sagten zueinander: »Unser Gott gab unseren Feind in unsere Hand!« 24 Als das Volk Simson sah, priesen sie ihren Gott und sangen: »Unser Gott gab unsern Feind in unsre Hand, der zur Wüste machte unser schönes Land, unsre besten Männer streckte in den Sand!« 25 Als sie so richtig in Stimmung waren, riefen die Fürsten: »Bringt Simson her! Wir wollen unseren Spaß mit ihm haben.« Man brachte Simson aus dem Gefängnis und sie trieben ihren Spott mit ihm. Sie hatten ihn zwischen die Säulen gestellt. 26 Da bat Simson den Jungen, der ihn führte: »Lass meine Hand einen Augenblick los! Ich möchte die Säulen befühlen, die das Haus tragen, und mich ein wenig daran anlehnen.« 27 Das Haus war gedrängt voll von Männern und Frauen, die zusahen, wie Simson verspottet wurde. Auf dem flachen Dach allein saßen etwa 3000 Menschen. Auch alle Fürsten der Philister waren da. 28 Da rief Simson zum HERRN und sagte: »HERR, du mächtiger Gott! Höre mich und gib mir nur noch einmal meine alte Kraft! Ich will mich an den Philistern rächen – wenigstens für eines von den beiden Augen, die sie mir ausgestochen haben.« 29 Dann tastete er nach den beiden Mittelsäulen, die das Gebäude trugen, und stemmte sich gegen sie, gegen die eine mit der rechten, gegen die andere mit der linken Hand. 30 Er rief: »Euch Philister nehme ich mit in den Tod!«, nahm alle Kraft zusammen und stieß die Säulen um. Da stürzte das ganze Haus über den Philistern und ihren Fürsten zusammen. So riss Simson mehr Philister mit sich in den Tod, als er während seines ganzen Lebens umgebracht hatte.




Kommentar

Simson war einer der Richter (Leiter) Israels. Ihn hat Gott besonders begabt, um sich an den Feinden Israels zu rächen. Simson schwört, dass er sein Leben Gott zur Verfügung stellt. Dafür schenkt Gott ihm nahezu unbegrenzte Kräfte. Er ist so etwas wie der Terminator, der Hulk, der Spiderman seiner Zeit. Er erschlug mal eben mit einem Eselsknochen 1000 Feinde (Richter 15,15), trug ein Stadttor aus Spaß auf einen Berg (Richter 16,3) und war weithin ein gefürchteter Mann. Aber leider gibt es in dieser Geschichte kein Happy End. Simson wird Gott untreu, kommt in Gefangenschaft und begeht am Ende Selbstmord. Durch seine Geschichte wird deutlich: Es ist wichtiger, dass du an deinem Charakter, deiner Persönlichkeit und deiner Beziehung zu Gott arbeitest, als dass deine Begabungen gefördert werden.

Daniel Harter
Musikmissionar


Notiz hinzufügen


Und jetzt?

Warum sucht sich Gott einen unperfekten Simson aus? Was ist dir wichtiger – dein Charakter oder das, was du kannst?