28 – Gideon

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Warum Gott was Großes mit deinem Leben anstellen kann …

Richter 6,11-24

11 Der Engel des HERRN kam und setzte sich unter die Eiche bei Ofra. Der Platz gehörte zum Grundbesitz Joaschs, eines Mannes aus der Sippe Abiëser. Sein Sohn Gideon war gerade dabei, in der nahe gelegenen Weinkelter Weizen zu dreschen, um ihn vor den Midianitern in Sicherheit zu bringen. 12 Da zeigte sich ihm der Engel des HERRN und sagte: »Gott mit dir, du tapferer Krieger!« 13 Gideon erwiderte: »Verzeihung, mein Herr! Aber wenn wirklich Gott mit uns ist, wie konnte uns dann so viel Unglück treffen? Unsere Väter haben uns doch immer wieder erzählt: 'Der HERR hat uns aus Ägypten hierher geführt.' Wo sind denn nun alle seine Wundertaten geblieben? Nein, der HERR hat uns im Stich gelassen und uns den Midianitern ausgeliefert!« 14 Der HERR aber trat auf Gideon zu und sagte: »Du bist stark und mutig. Geh und rette Israel aus der Hand der Midianiter. Ich sende dich!« 15 »Aber mein Herr«, wandte Gideon ein, »wie soll ich Israel befreien? Meine Sippe ist die kleinste im ganzen Stamm Manasse und ich bin der Jüngste in meiner Familie.« 16 »Ich werde dir beistehen«, sagte der HERR, »und du wirst die Midianiter auf einen Schlag vernichten.« 17 Gideon erwiderte: »Wenn ich vor dir Gnade gefunden habe, dann gib mir ein Zeichen dafür, dass wirklich der HERR selbst mit mir spricht! 18 Geh nicht von hier weg, bis ich dir eine Gabe gebracht habe.« »Ich warte, bis du zurückkommst«, sagte der HERR. 19 Gideon ging nach Hause, kochte ein Ziegenböckchen und backte ungesäuertes Brot aus einem ganzen Backtrog voll Mehl. Dann legte er das Fleisch in einen Korb, goss die Brühe in einen Topf, brachte alles zu dem Platz unter der Eiche und bot es dem Engel des HERRN an. 20 Doch der Engel sagte zu ihm: »Leg das Fleisch und die Brote hier auf den Felsblock, aber die Brühe schütte weg!« Gideon tat es 21 und der Engel des HERRN berührte mit dem Stab in seiner Hand das Fleisch und die Brote. Da schlug Feuer aus dem Felsen und verzehrte alles. Im selben Augenblick war der Engel verschwunden. 22 Da wusste Gideon, wer mit ihm gesprochen hatte. »HERR, du mächtiger Gott!«, rief er. »Ich habe deinen Engel gesehen, ich habe ihm gegenübergestanden. Ich muss sterben!« 23 Doch der HERR sagte zu ihm: »Zwischen uns ist Frieden! Hab keine Angst, du musst nicht sterben.« 24 Da baute Gideon an derselben Stelle einen Altar für den HERRN und nannte ihn: »Der HERR ist Frieden«. Noch heute steht dieser Altar in Ofra im Gebiet der Sippe Abiëser.




Kommentar

Gideon hat schlechte Startvoraussetzungen. Er ist der Jüngste in der kleinsten Familie im ganzen Stamm. Scheinbar völlig unbedeutend. Aber dann tritt ein Engel Gottes an ihn heran und redet ihn mit „tapferer Held“ an. Nun muss Gideon sich entscheiden: Glaubt er seinem Umfeld, das sagt, er sei klein und unbedeutend, oder glaubt er, was Gott über ihn sagt? Diese Frage stellt sich dir Tag für Tag. Egal was andere Menschen über dich sagen, Gott sagt über dich, dass du wunderbar geschaffen bist (Psalm 139,13-14) und er dich genau so will. Er hat dich begabt (Römer 12,6). Du bist für ihn so wertvoll, dass er mit dem Leben seines Sohnes für deine Schuld bezahlt hat (Johannes 3,16). Wenn du Gott glaubst, dass du ein „tapferer Held“ bist, kannst du wie Gideon losziehen und mit deinem Leben Geschichte schreiben.

Daniel Harter
Musikmissionar


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Glaubst du, dass du für Gott perfekt sein musst? Was denkst du darüber, dass Gott mit deinem Leben Geschichte schreiben will?