5 – Der Turm von Babel

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Kennst du den Wunsch, besser als jemand anderes sein zu wollen?

1 Mose 11,1-9

1 Da sagte der HERR zu Abram: »Verlass deine Heimat, deine Sippe und die Familie deines Vaters und zieh in das Land, das ich dir zeigen werde! 2 Ich will dich segnen und dich zum Stammvater eines mächtigen Volkes machen. Dein Name soll in aller Welt berühmt sein. An dir soll sichtbar werden, was es bedeutet, wenn ich jemand segne. 3 Alle, die dir und deinen Nachkommen Gutes wünschen, haben auch von mir Gutes zu erwarten. Aber wenn jemand euch Böses wünscht, bringe ich Unglück über ihn. Alle Völker der Erde werden Glück und Segen erlangen, wenn sie dir und deinen Nachkommen wohlgesinnt sind.« 4 Abram folgte dem Befehl des HERRN und brach auf, und Lot ging mit ihm. Abram war 75 Jahre alt, als er seine Heimatstadt Haran verließ. 5 Seine Frau Sarai und Lot, der Sohn seines Bruders, begleiteten ihn. Sie nahmen ihren ganzen Besitz mit, auch die Menschen, die sie in Haran in Dienst genommen hatten. So zogen sie in das Land Kanaan, 6 in dem damals noch das Volk der Kanaaniter wohnte. Sie durchquerten das Land bis zu dem heiligen Baum bei Sichem. 7 Dort erschien dem Abram der HERR und sagte zu ihm: »Deinen Nachkommen will ich dieses Land geben!« Da baute Abram dem HERRN einen Altar an der Stelle, wo er ihm erschienen war. 8 Von dort aus zog er in das Bergland östlich von Bet-El. Seine Zelte standen zwischen Bet-El im Westen und Ai im Osten. Auch dort baute er einen Altar und rief im Gebet den Namen des HERRN an. 9 Dann zog er von Lagerplatz zu Lagerplatz immer weiter nach Süden.




Kommentar

Auf der Erde war das wagemutige Bauprojekt (4) bestimmt Gesprächsthema Nummer 1. Gott kann da nur müde drüber lächeln. Er muss sich extra auf den Weg „nach unten“ machen, um das Türmchen zu begutachten. Die Spitze, die „bis in den Himmel“ reichen soll (4), kratzt nicht mal an den Wolken. Warum dann aber so eine ernsthafte Prüfung (6)? Gottes Analyse ist kein Zeichen von Angst. Soll sich Gott wirklich vor einem Steinhaufen fürchten? Mal ehrlich: Das geht nicht wirklich als Angriff auf Gottes Macht durch. Was Gott tatsächlich daran stört, sind die Motive der Menschen: Sie wollen sich selbst ein Denkmal setzen, selbst angebetete Götter werden. Und damit nehmen sie demjenigen die Ehre, der Anbetung verdient hat: Gott! Im Alten Testament stellt er sich als eifernder Gott vor. Deshalb will das Aufbegehren der Leute nicht dulden: Er verpasst ihnen einen Denkzettel (7-8).

Serge Enns
Redakteur und Jugendreferent Bibellesebund Deutschland


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