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Im Alten Testament geht es um die Entstehung der Welt und um das Volk Israel, mit dem Gott Geschichte schreibt.

Im Neuen Testament dreht sich alles um Jesus Christus. Entdecke, wie er auf der Erde gelebt hat und wie das Christentum entstanden ist!



Altes Testament

Gott erschafft die Welt. Der Höhepunkt seiner Schöpfung sind die Menschen, zu denen Gott eine persönliche Beziehung hat. Doch diese wenden sich von ihm ab, gestalten ihr Leben ohne ihn und handeln gegen seine Gebote. Im Alten Testament bestraft Gott dieses Verhalten. Menschen, die ihm jedoch treu sind und nach ihm fragen, erleben ihn an ihrer Seite.

Mit Abram, der später Abraham genannt wird, hat Gott etwas Besonderes vor. Er verspricht ihm, dass er zum Stammvater eines großen Volkes wird, das Gott sein „Eigentum“ nennen wird: Israel. Abrams Nachkommen sollen nämlich ein Volk werden, das in einer engen Beziehung zu Gott lebt. Abrams Sohn Isaak und dessen Sohn Jakob sind Teil von Gottes großem Versprechen.

Josef, der Sohn von Jakob, wird von seinen Brüdern an Händler verkauft. Er landet im Gefängnis von Ägypten, wo für ihn jedoch ein unverhoffter Aufstieg beginnt. Schließlich dient er am Hof des Pharaos und wird der zweitmächtigste Mann des Landes. Seine Familie wird von einer Hungersnot nach Ägypten getrieben. Hier sieht Josef sie nach vielen Jahren wieder.

Gottes Versprechen an Abraham über eine zahlreiche Nachkommenschaft ist wahr geworden: Die Israeliten sind mittlerweile zu einem großen Volk in Ägypten geworden. Nun will Gott sie aus dem Land bringen und ihnen eine eigene Heimat schenken. Mit Mose als Anführer macht sich das Volk auf einen langen Weg.

Israel wird offiziell zu Gottes „Eigentumsvolk“ ernannt. Die Zehn Gebote, die das Volk auf ihrem Weg in die versprochene Heimat bekommt, regeln das Leben im Volk und ermöglichen eine gute Beziehung zu Gott. Gott zeigt sich als treuer Herr, der seine Versprechen hält, auch wenn die Israeliten sich immer wieder gegen ihn stellen. Josua, der Nachfolger von Mose, führt das Volk in die neue Heimat.

Das Volk Gottes stellt sich immer wieder gegen Gott, ist ihm untreu und hält sich nicht an seine Gebote. Gott wählt Personen aus, die das Volk anleiten sollen. Als sogenannte Richter führen sie das Volk: Sie sind für die Rechtsprechung und die politische und religiöse Führung der Israeliten verantwortlich.

Das Volk Israel wünscht sich eine Regierung, die das Volk führen kann. Gott erhört diese Bitte und beauftragt den Propheten Samuel, den ersten König von Israel zu krönen. Einer der bedeutendsten Könige ist David, der nach König Saul den Thron besteigt. Er hat eine enge Verbindung zu Gott und steht am Anfang einer von Gott verheißenen Dynastie.

Nach König David tritt sein Sohn Salomo die Herrschaft über Israel an. Auch er hat eine enge Verbindung zu Gott, er lässt ihm einen Tempel bauen. Er umgibt sich allerdings mit Frauen fremder Kulturen, die andere Götter anbeten. Der Götzendienst verbreitet sich im Land – damit beginnt der Abstieg Israels. In der Regierungszeit Salomos spaltet sich das Reich in das Nordreich Israel und das Südreich Juda.

Die Psalmen sind eine Sammlung von Liedern und Gebeten. Die Sprüche werden auch das Buch der Weisheit genannt. In den Psalmen und Sprüchen halten Menschen wie David und Salomo ihre Erkenntnisse über Gott und das Leben fest. Ihre Erfahrungen mit Gott sind in Lied- und Spruchform aufgeschrieben.

Gottes Volk Israel ist schon lange keine Einheit mehr. Der Ungehorsam gegenüber Gott hat Konsequenzen für die Israeliten. Letztlich werden beide Reiche (Israel und Juda) nacheinander von anderen Völkern erobert. In dieser Zeit spricht Gott durch Propheten zu den Menschen, um ihnen zu sagen, was er vorhat: Er möchte die Israeliten retten.

Neues Testament

Gott hat vor, sein Volk Israel zu retten und es wieder zu sich zu bringen. Dieser Rettungsplan gilt auch allen anderen, die Gott noch nicht kennen. Um den Menschen zu zeigen, wie groß seine Liebe zu ihnen ist, kommt er höchstpersönlich auf die Erde. Er zeigt sich durch seinen Sohn Jesus Christus. Jesus wird schon im Alten Testament als der Messias (Retter) angekündigt.

Jesus zieht durch das Land und erzählt überall von Gott. Mithilfe von Gleichnissen (Vergleichen) macht er den Menschen deutlich, worauf es bei Gott ankommt. Jesus hat besonders ein Herz für die Menschen, die in der Gesellschaft nicht anerkannt sind. Der religiösen Oberschicht und seinen Nachfolgern zeigt er damit, was Gottes Liebe bedeutet.

Jesus hat als Sohn Gottes alle Macht auf der Erde. Er ist gleichzeitig Mensch und Gott. Das zeigt er nicht nur in seinen weisen Worten, sondern auch in Wundertaten. Dadurch lässt er Menschen an Gottes Größe teilhaben: Sie erkennen, dass er wirklich der Sohn Gottes ist und glauben an ihn.

Die religiöse Oberschicht in Israel hält Jesus für einen Gotteslästerer. Jesus wird verurteilt und ans Kreuz genagelt. Damit erfüllt sich, was die Propheten im Alten Testament vorausgesagt haben: Jesus, der Sohn Gottes, stirbt am Kreuz für die Schuld von allen Menschen.

Nachdem Jesus vom Tod auferstanden ist, begegnet er seinen Freunden. Bevor er in den Himmel zurückgeht, verspricht er ihnen einen Stellvertreter, durch den er immer bei ihnen sein wird: Den Heiligen Geist. Die Menschen erzählen nach dieser Begebenheit alles weiter, was sie von Jesus erfahren haben.

Die ersten Christen machen sich auf, um auch den Menschen an anderen Orten zu erzählen, wer Jesus Christus ist. Die Botschaft, dass Gott alle Menschen liebt verbreitet sich. Es entstehen die ersten Gemeinschaften, in denen sich Christen treffen. Viele von ihnen werden für ihren Glauben verfolgt und sogar getötet.

Im Neuen Testament gibt es Briefe, die an christliche Gemeinden des ersten Jahrhunderts nach Christus geschrieben wurden. Viele davon sind von Paulus, der einige Gemeinden gegründet hat. In diesen Briefen erklärt er, was ein Leben mit Gott bedeutet und wie das Leben mit ihm und in der Gemeinde funktioniert.

Einige Briefe im Neuen Testament sind an einzelne Personen gerichtet. Der erfahrene Kirchentrainer Paulus schreibt an den jüngeren Timotheus, um ihm Ratschläge für die Leitung einer christlichen Gemeinschaft zu helfen. Er ermutigt ihn, nach Gottes Ordnungen zu leben und ein Vorbild für andere zu sein.

In der Bibel zeigt Gott den Menschen, was es bedeutet, an ihn zu glauben und mit ihm zu leben. Die Briefe, die im Neuen Testament stehen, helfen dabei, den Glauben zu verstehen. Sie haben bereits den ersten Christen der Geschichte erklärt, was ein Leben mit Gott bedeutet.

Johannes schreibt in seiner Offenbarung alles auf, was er in Visionen gesehen hat, die ihm Gott gegeben hat. Es sind Visionen über die Zukunft: Gott wird die Welt richten, die Christen zu sich holen und eine neue Welt schaffen.